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SIX

Der Finanzdienstleister setzt für den Betrieb der Schweizer Finanzmarkt-Infrastruktur auf Green.

Die SIX Group, Betreiberin wichtiger Infrastrukturen für den Schweizer Finanzplatz, stellt höchste Ansprüche an die Verfügbarkeit ihrer IT-Systeme. Nach einer eingehenden Evaluation hat die Finanzdienstleisterin einen neuen Serverraum im greenDatacenter Zürich-West bezogen. Die neue Lösung bietet dem stark regulierten Unternehmen grösstmögliche operative Sicherheit.

«Trotz des engen Zeitplans und des hart verhandelten Budgets profitieren wir künftig von einer State-of-the-Art-Lösung»

Dave Brupbacher, Project Executive SIX

 

 

Das Unternehmen

Die Finanzdienstleisterin SIX Group mit Sitz in Zürich verfügt über Standorte in 24 Ländern weltweit. Das Unternehmen befindet sich im Besitz von 140 nationalen und internationalen Finanzinstituten, die gleichzeitig Eigner und Nutzer der Dienstleistungen sind. SIX betreibt die Handelsplattform der Schweizer Börse, zudem erbringt das Unternehmen vielfältige Dienstleistungen in der Wertschriftenabwicklung, der Aufbereitung von Finanzinformationen und der Abwicklung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Auch für den lückenlosen Betrieb der Schweizer Bankomaten zeichnet das Unternehmen verantwortlich.

Unter anderem für die zeitkritische Abwicklung von Börsengeschäften haben Stabilität und Sicherheit der IT-Systeme von SIX höchste Priorität. Sowohl die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA), als auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beaufsichtigen deshalb Teile des Unternehmens sowie einzelne Systeme. Künftig wird die Unternehmens-IT von SIX georedundant im greenDatacenter Zürich-West betrieben - in optimaler Distanz zum Hauptrechenzentrum in Zürich.

 

Die Evaluation

SIX entschloss sich im Januar 2011, Alternativen für das Rechenzentrum am Zweitstandort Schlieren zu suchen. Um Unterbrechungen in der Datenübertragung auszuschliessen, war es die Absicht des Unternehmens, künftig zwei Trassees mit vollständig unabhängiger Wegführung zu nutzen.

Die evaluierten Rechenzentren wurden einer Risikoanalyse hinsichtlich der Standorte unterzogen und auf ihre technische Ausrüstung, die Sicherheitsstandards sowie die Redundanzen von Strom- und Klimatisierungsanlagen überprüft. Die Evaluationsphase nahm ein volles Jahr in Anspruch und endete mit einer Empfehlung des Projektteams zugunsten des greenDatacenters Zürich-West. Das Datencenter erfüllte alle Kriterien und übertraf selbst den geforderten Tier-III-Standard.

In einem weiteren Schritt erfolgte eine Überprüfung durch die FINMA und die SNB. Zusätzlich zur Kontrolle der sicherheitstechnischen Aspekte unterzogen sie die Green Datacenter AG einem ausführlichen Risiko-Check, der auch die finanzielle Stabilität des Unternehmens und seiner Eigentümer umfasste. Im Januar 2014 gaben sie grünes Licht für die Zusammenarbeit mit dem Rechenzentrumsanbieter und SIX entschied sich, die IT ins greenDatacenter Zürich-West zu verlagern.

 

Die Projektplanung

Der übergeordnete Zeitplan sieht für die Umsetzung des Projektes von der Vorstudie bis zum Abschluss aller Umzugsarbeiten knapp drei Jahre vor. Der Projektauftrag von SIX hält fest, dass zwar keine neuen Funktionalitäten aufgebaut werden sollen, jedoch die aktuellste Technik zu beschaffen sei. Somit gilt es, sämtliche IT-Infrastruktur - vom Rack, über die Sicherheitseinrichtungen bis hin zur Hardware - zu definieren, neu zu beschaffen, zu installieren und zu testen. Mit dem Ziel, dass 2017 sämtliche Applikationen im greenDatacenter zur Verfügung stehen und das Rechenzentrum in Schlieren nahtlos abgelöst werden kann. Für die Bereitstellung der SIX-Rechenzentrumsfläche bei Green wurden sechs Monate veranschlagt.

 

Die Umsetzung

Nach Abschluss der Planungsarbeiten hatte SIX alle Auftragslose für die umfangreiche Bereitstellung des Rechenzentrums einzeln ausgeschrieben und diese in der Form von Werkverträgen vergeben. Die Green Datacenter AG war in der Lage, die gewünschten Lieferfristen einzuhalten und die Preisvorgaben sowie die qualitativen Anforderungen zu erfüllen, weshalb dem Unternehmen ein Grossteil der Arbeiten zugesprochen wurde. Das eingespielte Projektteam der Green übernahm die interne Verkabelung, die Trassee-Verkabelung, die Stromzuführung bis zu den Racks, die Beschaffung und den Aufbau der Racks sowie die Installation der Sicherheitseinrichtungen innerhalb der SIX-Datacenter-Fläche. Alle Lose beinhalteten zudem Projektmanagement-Aufgaben, die im Wesentlichen die Koordination mit allen involvierten Stellen bei SIX, den Sub-Lieferanten sowie den übrigen Zulieferern umfassten. Zusätzlich leitete Green das Supplier Committee, das direkt an das Project Board rapportierte.

Mitte August 2015 wurde die Verantwortung für den Betrieb des neuen Datacenters an SIX übertragen. Am 30. September 2015 fand die Einweihung statt und die fertig ausgebaute Datacenter-Fläche konnte im Beisein des Kernprojektteams feierlich an SIX übergeben werden. Festzuhalten gilt, dass trotz des sportlichen Zeitplans alle Meilensteine eingehalten wurden: Sämtliche 128 Racks wurden termingerecht aufgebaut und eingehaust. Insgesamt 22.5 Kilometer Intra-Rack-Verkabelung und fünf Kilometer Stromkabel sorgen redundant verlegt für maximale Verfügbarkeit. Mit der Fertigstellung der Datacenterfläche wurde die Grundlage für den termingerechten Umzug des bestehenden Datacenters in Schlieren geschaffen.

 

Die Vorteile

Mit dem Einzug ins greenDatacenter Zürich-West verfügt SIX über eine moderne Infrastruktur, die dem Tier-IV-Standard entspricht. Das neue Rechenzentrum befindet sich in einer anderen Geländekammer als der Erststandort und erfüllt alle Auflagen der SNB und der FINMA. Der zeitkritische, synchrone Datenabgleich zwischen den Standorten funktioniert trotz der grösseren Distanz einwandfrei. Dank den zwei komplett unabhängigen Trassees konnte zudem die Betriebssicherheit der Datenübertragung massgeblich gesteigert werden.

Als Vorteil erwies sich auch die externe Vergabe des Deployments an Green: Die interne IT von SIX wurde dadurch entlastet und konnte sich auf die Bereitstellung der Systeme und Applikationen im Rahmen des Projektes sowie auf das übergeordnete Projektmanagement fokussieren. Green Datacenter wiederum verfügte über das erforderliche Know-How und die richtigen Lieferantenbeziehungen, um die Aufträge termingerecht abzuwickeln. Ohne Budgetüberschreitungen konnte Green Datacenter ein neues, hochwertiges Racksystem bereitstellen, das im Betrieb höhere Stabilität und Flexibilität bietet.

 

Die Zusammenarbeit

Die Komplexität der Systeme und die Grösse des Projektteams von SIX stellten beide Seiten vor Herausforderungen. Es galt, in einem engen Zeitrahmen alle beteiligten Stellen zu informieren und zu koordinieren. Das Mammutprojekt beschäftigt zu Spitzenzeiten während des Umzuges 2016 bis zu 140 Mitarbeitende von SIX. Dave Brupbacher, Project Executive bei SIX, kommentiert das gesamte Vorhaben mit folgenden Worten: „Das Projekt ist für uns alle sehr anspruchsvoll. Ich war positiv überrascht, wie sehr sich die Green-Mitarbeitenden für uns engagiert haben. Trotz des engen Zeitplans und des hart verhandelten Budgets haben wir eine Lösung, die State-of-the-Art ist und termingerecht umgesetzt wurde.“

Für die Green Datacenter AG ist SIX ein wichtiger Schlüsselkunde für den im Oktober 2014 neu eröffneten zweiten Rechenzentrumstrakt in Lupfig. Die intensive Projektphase hat die beiden Teams auf allen Ebenen zusammen geschweisst.

 

 


Leistungsumfang

Leitung des Supplier Committees
Projektmanagement-Aufgaben
Rack-Evaluation und –Bereitstellung
Verkabelungen
Installation Sicherheitsanlagen
Datacenterfläche in privatem Raum

Ihr Ansprechpartner

Marco Stadler