«Computerworld» referenziert die Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens ISG (Information Services Group). In dieser Studie wird Green Datacenter AG als ein Leader im Schweizer Colocation-Markt positioniert. Wir fragen nach, wie wir diese Position erreicht haben und welche Massnahmen wir ergreifen, um sie zu verteidigen.

 

 

Roger Süess, CEO, im Gespräch mit Pia Hurni-Schmid, Marketing

 

Roger, du bist seit Kurzem im Amt als CEO der Green Gruppe. Wie hat es ein Schweizer KMU wie wir geschafft, eine Spitzenposition im Colocation-Markt zu erreichen?

Als Schweizer Unternehmen haben wir zwar nicht immer die gleichen Voraussetzungen, aber auch nicht die gleichen Hindernisse wie internationale Marktteilnehmer. Ein zentraler Vorteil ist die Grösse unserer Organisation. Wir sind klein und agil genug, um rasch auf Kundenbedürfnisse reagieren zu können. Die Entscheidungswege sind kurz, und wir kennen den lokalen Markt. So können wir Dinge möglich machen, die keiner als möglich erachtet.

Einen weiteren Unterschied sehe ich bei den Mitarbeitenden. Jede und jeder bei uns ist motiviert, sich als Eigentümer des Unternehmens zu sehen und entsprechend zu handeln.

Wir legen ausserdem grössten Wert auf Termintreue bei den Projekten – was übrigens schon von den ganz grossen Kunden bemerkt wurde. Um die Termine einzuhalten, krempelt mein Team die Ärmel hoch und legt auch mal eine Nachtschicht ein. So konnten wir auch bereits internationale Hyperscale-Kunden gewinnen.

Gibt es weitere Faktoren, die uns von den Mitbewerbern unterscheiden?

Der Markt ist im Umbruch, unsere Kunden digitalisieren ihre Prozesse und suchen Lösungen, um schnell und flexibel auf neue Herausforderungen reagieren zu können. Wir bieten den Weg in die Cloud, bestehend aus einem ganzen Ökosystem rund ums Datacenter und darüber hinaus. Diese Firmen finden bei uns fast 40 Carrier, Infrastructure as a Service, Public Clouds und Softwarelösungen. In diesem Datacenter-Ökosystem kann der Kunde beliebig eigene Hardware in einer sicheren Umgebung betreiben oder den Service eines Anbieters direkt einkaufen; sämtliche Verbindungen sind zu tiefen Kosten und über kurze Wege realisierbar.

Zudem haben wir einen finanzstarken Investor, die InfraVia Capital Partners. Bei der aktuellen Zinspolitik der Banken investieren sie gerne in unseren Betrieb. Dies gibt uns Flexibilität, zum Beispiel beim Neubau von Zürich-West 3, dem ersten Hochleistungsrechenzentrum der Schweiz.

Das Kapital hilft uns, schnell am Markt reagieren zu können und unsere Wachstumsstrategie voranzutreiben. Die Pläne für den nächsten Ausbauschritt liegen vor. Wichtig ist mir dabei auch, die Organisation zu stärken. Neue Positionen werden dort geschaffen, wo sie aufgrund des Marktwachstums und der Kundenbedürfnisse benötigt werden.

Willst du die Leader der ISG-Studie angreifen?

Die strategische Ausrichtung und die Vision verrate ich hier nicht. Nur so viel: Wir sind der richtige Partner für clevere Kunden, die bewusst die neuen Trends für ihr Unternehmen einsetzen wollen oder diese gar für die Welt kreieren.

Mein Team zu stärken und zu fördern, ist dabei das Wichtigste. Ich motiviere alle Mitarbeitenden, sich mit Ideen einzubringen. Ich fördere den Dialog, auch teamübergreifend. Damit will ich eine neue Unternehmenskultur schaffen, in der Arbeit Spass macht. Wer gerne arbeitet, erbringt bessere Leistung, die zu höherer Kundenzufriedenheit beiträgt.

 

 

Basierend auf einer Studie von ISG Research

Quelle: Computerworld https://www.computerworld.ch/business/rechenzentrum/schweizer-colocation-boom-1729938.html