Xenia: Warum soll eine Firma ihre Server in eine Colocation zügeln?

Kevin: Die IT-Infrastruktur hat sich als Herzstück eines jeden Unternehmens etabliert. Komplexe Programme mit hochsensiblen Daten benötigen eine sichere und hochredundante Infrastruktur. Das Modell «Colocation» packt ein sensibles Herz in den starken Körper eines Superhelden.

Xenia: Das heisst, unsere Kunden nutzen unsere Infrastruktur, bringen aber ihre eigenen IT-Systeme mit?

Kevin: Genau! Das Wort Colocation bildet sich aus «co» und «lokus». Aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet das so viel wie: «Zusammen an einem Ort». Jeder Kunde bringt seine eigene Hardware zu uns und nimmt diese bei uns in Betrieb. Als Colocation-Anbieter sorgen wir für redundante Stromversorgung, optimale Kühlung, Netzwerkanbindungen und 7x24-Sicherheit. Wir sprechen hier auch vom Server-Housing. Wir geben dem Server ein sicheres Zuhause. Das ist auch der grosse Unterschied zum Server-Hosting. Beim Server-Hosting greift der Kunde auf die Hardware des Anbieters zurück und sämtliche Arbeiten rund um den Server werden von diesem Anbieter getätigt.

Xenia: Und wer kümmert sich bei uns um die Server?

Kevin: Grundsätzlich ist bei der Colocation-Lösung jeder Kunde für seine Hardware selbst zuständig. Wir bieten professionellen Hardware-Support an, wenn es gewünscht wird. Das Vor-Ort-Serviceteam ist rund um die Uhr verfügbar und überprüft Schalter, Kontrollleuchten und Kabelverbindungen. Neben unserem Remote-Hands-Service bieten wir auch Hilfe beim Umzug der IT-Infrastrukturen an.

Xenia: Was beinhaltet eine solche Umzugshilfe?

Kevin: Der Umzug einer IT-Infrastruktur gehört nicht zum Tagesgeschäft unserer Kunden. Wir unterstützen sie bei der Planung und der Umsetzung und finden mit ihnen die effizienteste Lösung. Vor Ort packen wir die Hardware aus und installieren sie bei Bedarf auch gleich. Unsere Mitarbeiter kennen sich mit der Entsorgung der Verpackungen aus und alles wird fachmännisch ausgeführt.

Xenia: Das klingt für mich nur nach Vorteilen, wo ist der Haken?

Kevin: Viele Unternehmen gehen davon aus, dass sich der Umzug in ein Datacenter finanziell nicht lohnt. Bei einer Evaluation scheitert die Entscheidung meistens am Kostenpunkt. Die Kostenrechnung spricht nach genauer Budgetierung aber meist für den Umzug in ein Datacenter. Um die eigene IT-Infrastruktur sicher und zuverlässig zu betreiben, sind grosse Aufwendungen notwendig, und dies ist mit hohen Kosten verbunden. Die Planung und Einrichtung eines Rechenzentrums mit allen Sicherheits- und Leistungsmerkmalen gehört in Hände von Spezialisten. Die Ausgaben für den laufenden Betrieb, alle Instandhaltungen und Wartungen sind ebenfalls einzurechnen. Nicht zu vergessen sind die hohen Stromkosten, die ein eigener Serverraum verursacht. Mit dem Umzug der Server in eine Colocation Zone spart ein Unternehmen letztlich Geld, gewinnt Sicherheit und kann sich mit gutem Gewissen um sein Kerngeschäft kümmern.

Xenia: Zusammenfassend sprechen wir von einem Umzug, der einer Operation am offenen Herzen gleicht. Wir pflanzen die sensiblen Daten und Informationen in einen sicheren Körper.

Danke, Kevin, für deine Zeit und deine anschauliche Erklärung.